Im Darm

Eine Erkundung der Stadt am Darmbach


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Tilmanns Bar und Grill

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Das Christkind kam dieses Jahr schon etwas früher. So konnten mein Heiner und ich bereits heute unser Weihnachtsessen zu uns nehmen. Und, was soll ich sagen? Es war so lecker wie es aussieht. Der Burger war saftig und mit leckerem Bergkäse. Der Feldsalat ist nicht nur gut für die Optik. Damit schmeckt er auch besser!

Tilmanns Bar und Grill ist eine kulinarische Bereicherung für die Schulstraße. Und dies für Fleischliebhaber und Vegetarier zugleich – gibt es doch alle Burger auch in der fleischlosen Variante. Zudem kann man noch aus einer Auswahl von Goi Cuon, vietnamesischen Sommerrollen mit Tofu, Hühnchen, Rindfleisch oder Garnelen, wählen. Eröffnet wurde zwar erst diese Woche, aber das Team ist im wahrsten Sinne des Wortes mit Feuer und Flamme im Einsatz.

Tilmanns Bar und Grill liegt in der Schulstraße 15 und ist montags bis samstags von 11 bis 19 Uhr geöffnet.

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Dianaburg

Dianaburg

Wenn Heiner heiraten, dann am Liebsten auf dem Hochzeitsturm. Seit wenigen Jahren gibt es aber eine kleine, versteckte Alternative: die Dianaburg. Hier geht es legerer, entspannter zu. Darüber kann auch der kleine Kronleuchter im Inneren nicht hinweg täuschen. Back to nature ist hier angesagt. Für alle Naturliebhaber, Romantiker und Jäger also genau der richtige Ort den Bund fürs Leben zu schließen.

Von den Darmstädter Schlössern ist die Dianaburg wohl die Unbekannteste. Dies mag auch daran liegen, dass die ursprüngliche zweistöckige Barockburg bereits zu Beginn des 19. Jahrhunderts verfallen und abgetragen worden war. Der heutige Pavillon gleichen Namens entstand in den 1830er Jahren. Der alte wie der neue Bau dienten vor allem zur Jagd. Das Geweih über dem Eingang ist ein dezenter Hinweis auf den ursprünglichen Zweck. Heute sind rund um die Dianaburg vor allem Freizeitsportler, Reiter und Sonntagsspaziergänger unterwegs.

Die Dianaburg liegt am Rande des Kranichsteiner Walds und ist am einfachsten über den Kalkofenweg zu erreichen.

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Gretchen

Gretchen

Für den „Faust“ hatte ich nie was übrig. Daher folgen hier auch keine ausschweifenden Analogien über die Tatsache, dass das Gretchen in der ehemaligen Konditorei Faust beheimatet ist. Nur soviel: ich glaube gern, was heute noch auf der Webseite der ehemaligen Konditorei steht: „Wir hatten den besten Kuchen.“ Denn die Geschichte dieser alten Institution schmeckt man heute noch, in den vorzüglichen Torten wie den klassischen Streuselkuchen. In die Konditorei Faust hätte ich mich verlieben können.

Das Gretchen ist eine Schatzkiste. Hier wird Altes bewahrt, nicht aus Nostalgie, sondern weil es einfach gut war. Dies betrifft das Gebackene genau so wie die Einrichtung. Man ist noch nicht mal durch die Tür, da steht man schon vor der Kuchentheke aus den 50er Jahren, deren Inhalt einen fast Lechzen lässt. Kuchen, Torten und Törtchen, wohin das Auge schaut. Man ist versucht gleich zwei Stück zu bestellen. Vielleicht beim nächsten Besuch. Sitzt man erst mal an einem der kleinen runden Tische, fällt das herumwandernde Auge schnell auf den wunderschönen alten Leuchter, der da wohl schon seit Jahrzehnten hängt. Mein Heiner wähnt sich bei Hänsel und Gretel, ich mich irgendwo in Skandinavien. Wir träumen und schwelgen in Erinnerungen. Goethe kommt da nicht vor. Denn dann kommt auch schon der Kuchen. Lecker wie bei Oma – oder eben der Konditorei Faust.

Gretchen liegt am Spessartring 27 und ist mittwochs bis sonntags von 9 bis 18 Uhr geöffnet. Kuchen gibt’s auch zum Mitnehmen!

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Tischdienst

Tischdienst

Tischlein deck dich! Einmal ausgesprochen und schon passiert. Am vergangenen Freitag fanden sich im ab + zu im ehemaligen Brauereiturm an der Dieburger Straße knapp 20 Koch- und Schlemmerbegeisterte zusammen, brachten Selbstgekochtes, -gebackenes oder -eingemachtes mit und probierten begeistert, was die anderen so fabriziert hatten. Die Idee stammt aus Berlin und Hamburg, wo untern den Namen „foodXchange“ und „Food Swap“ bereits fleißig kreiert, probiert und getauscht wird. Im Darm heißt das nun ganz nüchtern Tischdienst. Ganz und gar nicht nüchtern, sondern mit sehr viel Liebe und Hingabe war alles vorbereitet und gestaltet worden. Die Idee ist dabei ganz einfach: jeder bringt etwas Selbstgemachtes in fünffacher Ausführung mit – eins zum Probieren und vier zum Tauschen. So geht man schließlich nicht nur pappsatt, sondern auch noch mit vier verschiedenen kulinarischen Souvenirs nach Hause.

Natürlich gab es viele wunderbare Leckereien. Meine Highlights waren ein Erbsen-Minz Aufstrich, der „viel Knobi“ versprach und auch hielt, Hummus mit karamellisierten Zwiebeln, eine gebackene Köstlichkeit mit Erdbeermarmelade, Vanille und Ingwer. Aber auch ein hausgemachter Ketchup, Tomaten-Spinat-Törtchen und ein Minz-Eistee mit Rhabarbersyrup hatten es mir angetan. Mein absoluter Favorit war eigentlich ein Ding der Unmöglichkeit. Jedes Mal, wenn mir bisher grüner Spargel vorgesetzt wurde, habe ich ihn eher widerwillig hinuntergewürgt. Ich war also skeptisch, als ich mir ein Stängelchen vom korsisch eingelegten grünen Spargel aus dem Weckglas nahm. Konnte er wirklich besser sein? Er konnte. Und wie! Die Korsen (oder die Köchin) sind wahre Zauberer! Wer sagt denn, das Märchen nicht wahr werden können?

Tischdienst soll in Zukunft alle drei Monate stattfinden. Genaue Termine und Informationen zur Anmeldung finden sich auf der Facebook-Seite.

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Hofgut Oberfeld

Hofgut Oberfeld

Das Oberfeld bildet nicht nur Darmstadts östliche Grenze. Es ist Darmstadt. Wenn Darmstädter Natur suchen, ob zum Joggen oder den Sonntagsspaziergang, so ist das Oberfeld der Ort dafür. Ja, auch andere Städte haben ihre Naherholungsgebiete, ihre grüne Lunge, ihre Bio-Bauernhöfe am Rande der Stadt oder Gemeinschaftsgärten, oder, oder, oder. Das Hofgut Oberfeld ist hingegen ziemlich einmalig. In gewisser Weise bildet es eine offene Community, in der jeder mitmachen kann, wo man aber auch als gelegentlicher Besucher immer willkommen ist.

Ersten Kontakt mit dem Oberfeld machte ich kurz nach meiner Ankunft im Darm, als mein Heiner und ich gemeinsam mit ein paar Nachbarn für eine Saison eine Parzelle im Oberfelder Saisongarten pachteten. Also Hände dreckig gemacht, Unkraut gejätet, hin und wieder mal gegossen und ansonsten Petrus und den Bioacker sein Werk verrichten lassen. Wir waren schon erstaunt, wie viel Gemüse auf so ein paar Quadratmeter wachsen kann. So wurde dann auch das ein oder andere an Freunde und Familie verfüttert. Eindruck machten vor allem unsere monströsen Bio-Zucchini, die manche für Tschernobilgewächse hielten. Richtig stolz waren wir allerdings auf die eine ausgewachsene, reife Wassermelone, die der Darmstädter Sommer und das Oberfeld uns beschert haben. Die ursprünglichen Erwartungen an dieses kleingärtnernde Experiment waren gering, das Ergebnis machte uns baff. Auch wenn wir letztendlich feststellen mussten, dass wir zu sehr Städter waren, um jeden Sommer über den Acker zu robben, war dies genau der richtige Weg, in Darmstadt anzukommen.

Neben Saisongarten, hat’s auf dem Oberfeld noch ein Hofcafé in dem man frühstücken kann, einen Hofladen mit Holzbackofen, ein Blumenfeld zum selber pflücken (sonn- und feiertags sehr praktisch). Und auch Reitstunden werden hier angeboten. Schreiben könnte ich darüber noch ganze Romane. Aber vorbeikommen, reinschnuppern und selbst erleben ist allemal vergnüglicher, als nur darüber zu lesen. Für alle neugierig gewordenen empfehle ich noch die unten eingebettete Folge der DarmstadtSafari zum Oberfeld. Sie liefert einen guten visuellen Eindruck, inklusive im Stroh tollender Kinder, gärtnernden Heinern und unserem grünen OB, für den – wen wundert’s – das Oberfeld natürlich eine Herzensangelegenheit ist. Bleibt allein die Frage: Wofür dann noch Ferien auf’m Bauernhof, wenn man den Bauernhof schon in der Stadt hat?

Das Hofgut Oberfeld liegt an der Erbacher Straße 125. Das Hofcafé ist montags bis freitags von 9 bis 19 Uhr, samstags und sonntags von 9 bis 18 Uhr geöffnet. Der Hofladen ist montags bis freitags ebenfalls von 9 bis 19 Uhr geöffnet, samstags von 9 bis 16 Uhr.

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Queen’s Retro Shop

Queen's Retro Shop

In ungewöhnlicher Umgebung, zwischen Ein- und Ausfahrt des Parkhauses in der Grafenstraße, findet sich ein ebenso ungewöhnlicher Ort: ein schottischer Vintage-Himmel! Geführt wird dieser von der gebürtigen Schottin und Wahldarmstädterin Deborah Veith, die in diesem Kleinod die Liebe zu ihrer Heimat und urschottischen Brauchtümern pflegt.

Auf Auktionen in Schottland erstanden, finden sich hier wunderschöne Teeservices und Teekannen, aber auch ein Köfferchen mit Teelöffeln, Zuckerstange und Marmeladenlöffel. Für den Whiskyliebhaber werden die Vintage Whiskytumbler, aber vor allem die Auswahl an schottischen Whiskykaraffen eine ware Freude sein. Und wer einmal eine außergewöhnliche britische Eierspeise selber zubereiten und probieren möchte, dem sei hierfür der Erwerb der ebenfalls angebotenen Egg Coddler empfohlen.

Queen’s Retro Shop liegt in der Grafenstraße 31 und ist montags bis freitags von 11 bis 17 Uhr und samstags von 11 bis 15 Uhr geöffnet.

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Wilhelmine

Wilhelmine

Sonntags ist ein neues Phänomen in der einst stiefmütterlichen Schleiermacherstraße zu beobachten. Alt und jung, groß und klein drücken ihre Nasen gegen eine Schaufensterscheibe. Kommt man unter der Woche noch mal vorbei, stöbert durch die Regale und entlang der Tische, ist einem schnell wie Alice im Wunderland. Man weiß vor lauter Farben und Eindrücken gar nicht so recht, worauf man sich zuerst konzentrieren soll.

Wilhelmine schließt seit März eine Lücke in Darmstadt: man findet Hand- und Hausgemachtes aus vielen Teilen Deutschlands, von der Rheingauschokolade mit Riesling bis zum scharfen Senf mit Potsdamer Schwarzbier. Es ist somit der ideale Ort, um einen ungewöhnlichen kulinarischen Präsentkorb zusammenzustellen. Das Sortiment an nicht alltäglichen Karten und Verpackungen erhöht die Freude am Schenken noch. Zugleich ist es aber auch ein wenig wie in einem Tante-Emma-Laden, wo man in der Kindheit für ein paar Münzen einen Lolli, ein Stückchen Schokolade oder andere Süßigkeiten finden konnte. Unwillkürlich fühlt man sich in diese Zeit zurück versetzt, ob man nun einen Schokodukaten oder eine Praline zum Naschen mitnimmt. Demnächst kommt auch noch eine Eistheke mit veganem Eis, von Kokosnuss-Ananas bis Mandel-Schokolade, dazu. Da geht’s gleich mit ’ner Waffel Eis in den Herrngarten. Nur schade, dass sonntags nicht geöffnet ist.

Wilhelmine liegt in der Schleiermacherstraße 12 und ist dienstags bis freitags von 10 bis 19 Uhr und samstags von 10 bis 16 Uhr geöffnet.

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